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Bausanierung: Kostensenkung

  • zimmi2008
  • 13. Juni
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 19. Okt.


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Die Sanierung eines Gebäudes, einschließlich wichtiger Maßnahmen wie Wärmedämmung, Bausanierung und Schadstoffsanierung, ist oft mit viel Herzblut, aber auch mit erheblichen Kosten verbunden. Viele Immobilienbesitzer scheuen davor zurück, weil vermeintlich unüberschaubare Ausgaben auf sie zukommen werden. Trotzdem lohnt sich eine gründliche Modernisierung, nicht nur für den Wohnkomfort und die Wohnraumerweiterung, sondern auch wirtschaftlich. Mit kluger Planung und cleveren Sanierungsmaßnahmen lassen sich viele Kostenfallen vermeiden und das Vorhaben bleibt kalkulierbar.

Frühzeitig die Weichen stellen

Ein gelungener Start in die Bausanierung und Renovierung beginnt mit einer detaillierten Bestandsaufnahme, die auch den Gebäudeschutz, die Instandhaltung, mögliche Wasserschäden, Aspekte der Bauphysik, eine Schadstoffsanierung, die Wiederherstellung des Gebäudes sowie die Beprobung in Betracht zieht, unterstützt von einem kompetenten Team. Wer den Zustand des Gebäudes wirklich kennt, kann gezielt Modernisierungsmaßnahmen und mögliche Wohnraumerweiterungen auswählen, dabei die richtigen Bauteile berücksichtigen und unnötige Arbeiten vermeiden. Ein unabhängiger Sachverständiger entdeckt Schwachstellen, bewertet die Dringlichkeit, und legt die erforderlichen Sanierungsschritte offen. Wer einfach ohne Planung oder Umbau-Strategie drauflos renoviert, zahlt oft für Leistungen, die gar nicht notwendig wären. Gerade beim Altbau sollte jede Wand, Leitung und jedes Fenster genau im Rahmen einer Altbausanierung oder Bausanierung geprüft werden. Das schafft Planungssicherheit und minimiert spätere unangenehme Überraschungen.


Fördermittel und Finanzierungsmöglichkeiten nutzen

Gezielte Förderprogramme können einen Sanierungsplan erheblich entlasten. Der deutsche Staat, Länder und Kommunen fördern energetische Sanierungen, barrierefreies Bauen oder den Austausch alter Heizsysteme mit teils attraktiven Zuschüssen und günstigen Darlehen. Wer rechtzeitig recherchiert und Anträge stellt, kann bares Geld sparen. Die Palette reicht von der KfW-Förderung über BAFA-Zuschüsse bis hin zu regionalen Extras, etwa für Solaranlagen oder Fassadendämmungen. Eine Auswahl gängiger Förderungen, die auch Fassadensanierung, Wärmedämmung und Maßnahmen zur Gebäudedämmung umfassen:

Maßnahme

KfW

BAFA

Weitere Förderer

Wärmedämmung


Kommune / Land

Heizanlagentausch

Energieversorger

Photovoltaik


Bundesland, Kommune

Barrierefreiheit


Pflegekasse, Kommune

Lüftungsanlagen



Erfahrungsgemäß hilft ein Berater für Fördermittel, der sich täglich mit den aktuellen Programmen beschäftigt, um wirklich alle Möglichkeiten auszuschöpfen.

Baustellenorganisation und Eigenleistung

Wer Sanierungsarbeiten, einschließlich Bausanierung und Schadstoffsanierung, koordiniert und Eigeninitiative zeigt, kann Kosten signifikant minimieren. Manche Aufgaben lassen sich mit handwerklichem Geschick selbst übernehmen – insbesondere Entkernung, Malerarbeiten oder Demontage. Gleichzeitig gilt: Professionelle Arbeiten wie Elektrik, Heizung, Dachsanierung und Bausanierung überlässt man am besten den Profis. Doch schon durch flexible Planung, eigenes Materialanliefern und die Mitwirkung bei einfachen Tätigkeiten lassen sich Kosten senken.

Einige typische DIY-Aufgaben:

  • Entfernen von Tapeten und Bodenbelägen

  • Ausbessern kleinerer Putzschäden

  • Streichen von Wänden, Fensterrahmen und Türen

  • Aufräum- und Entsorgungsarbeiten

  • Transportdienste für Material und Bauschutt

Dabei sollte man den eigenen Zeitaufwand realistisch einschätzen und gegebenenfalls Hilfestellung organisieren. Wer Freunde, Familie oder Nachbarn einbindet, kann den Aufwand sinnvoll verteilen.

Schritt für Schritt sanieren statt alles auf einmal

Eine Sanierung in möglichst wenigen Bauabschnitten durchzuführen, wird oft teuer. Stress entsteht, weil alles sofort erledigt werden soll, und Nachbesserungen verteuern das Ganze plötzlich. Viel besser: Einen genauen Sanierungsplan erstellen, Prioritäten setzen und nach und nach einzelne Teilbereiche angehen. Besonders sinnvoll ist es, zunächst energiesparende oder substanzsichernde Maßnahmen zu starten (Dach, Fenster, Heizung), bevor dekorative Arbeiten folgen. Das hält die Baustelle überschaubar und verteilt die Kosten auf mehrere Jahre.

Typische Reihenfolge bei einer schrittweisen Sanierung:

  1. Abdichtung und Dach

  2. Fassade inklusive Dämmung

  3. Fenster und Türen

  4. Rohinstallationen (Elektro, Heizung, Sanitär)

  5. Innenausbau und Oberflächen

Wer clever plant, verhindert vermeidbare Rückbauarbeiten und unnötige Doppelarbeiten.

Qualität statt billig – wo sich Investitionen lohnen

Wer bei der Materialauswahl blindlings zum günstigsten Produkt greift, zahlt oft doppelt. Minderwertige Baustoffe haben eine kürzere Lebensdauer, verschleißen schneller oder müssen nach wenigen Jahren wieder ersetzt werden. Langfristig rechnet sich der Einsatz von Markenprodukten, insbesondere bei Fenstern, Dachziegeln, Dämmstoffen und technischen Anlagen, um Wasserschaden zu vermeiden. Hersteller bieten oft bessere Garantien und einen funktionierenden Kundendienst, falls doch einmal etwas schiefgeht.

Auf Qualität zu achten zahlt sich besonders aus bei:

  • Dachabdichtungen und Ziegeln

  • Energiesparenden Fenstern und Außentüren

  • Dämmstoffen und Feuchtigkeitssperren

  • Heiztechnik und Elektrik (Wärmepumpen, Anlagen)

  • Bodenbelägen in viel genutzten Räumen

Wer im Einkauf clever vergleicht, findet sogar hochwertige Produkte zum attraktiven Preis. Baumärkte, Baustoffhändler und Online-Plattformen bieten manchmal satte Rabatte.

Baustellencontrolling: Kosten im Blick behalten

Gerade bei komplexeren Sanierungen, wie bei einer Altbausanierung oder einem Wasserschaden, hilft ein konsequentes Kostencontrolling. Am besten führt man eine detaillierte Tabelle, in der jedes Angebot, jede Zwischenrechnung, jedes zusätzliche Material und alle Eigenleistungen vermerkt werden. Diese laufende Kontrolle ermöglicht es, bei Abweichungen schnell gegenzusteuern, mit Handwerkern ins Gespräch zu gehen oder zu knapp kalkulierte Posten nachzuverhandeln. Digitale Tools und Apps unterstützen den Überblick.


Mit den richtigen Partnern erfolgreich sanieren

Die Auswahl der richtigen Fachbetriebe und Planer ist entscheidend für den Verlauf und die Kosten einer Sanierung. Persönliche Empfehlungen und Referenzen helfen, Fehlentscheidungen vorzubeugen. Empfehlenswert ist es, sich nicht allein auf das günstigste Angebot zu verlassen, sondern auf Zuverlässigkeit, Termintreue und die Qualität der Arbeiten zu setzen. Manchmal lässt sich ein erfahrenes Generalunternehmen beauftragen, das auch die Koordination aller Gewerke übernimmt – das spart Zeit und Nerven, ist aber nicht immer kostengünstiger. Bei Einzelleistungen kann gezielt auf Spezialisten gesetzt werden. Eines ist entscheidend: Jede Unklarheit im Vertrag sollte vor Beauftragung ausgeräumt werden. Nur so bleibt das Projekt stressfrei.

Flexibel auf Veränderungen reagieren

Kein Sanierungsprojekt läuft exakt nach Plan. Unvorhersehbare Schäden, Lieferengpässe oder kurzfristige Preissteigerungen bei Materialien sorgen immer wieder für Anpassungen. Wer einen Puffer im Budget einplant und auf kurzfristige Herausforderungen flexibel reagiert, gerät nicht unter Druck. Es bewährt sich, etwa zehn bis 15 Prozent der Bausumme als Reserve vorzuhalten. Das verschafft die nötige Gelassenheit, auch auf größere Überraschungen vorbereitet zu sein.

Nachhaltig denken und auf zukünftige Kosten achten

Es lohnt sich, bei jeder Sanierung auch zukünftige Betriebs- und Wartungskosten im Blick zu haben. Wer jetzt in energiesparende Technik, erneuerbare Energien oder eine bessere Dämmung investiert, profitiert auf lange Sicht von geringeren Heiz- und Stromkosten. Schlanke Systeme, intelligente Steuerungen und eine solide Bauqualität helfen, Reparaturen oder Nachrüstungen zu vermeiden. Diese Faktoren zahlen sich gerade in Zeiten steigender Nebenkosten besonders aus.

Investitionen in nachhaltige Maßnahmen:

  • Wärmepumpen oder Solarthermie

  • Hochwertige Dämmstoffe

  • Regenerative Stromerzeugung (Photovoltaik)

  • Lüftungssysteme mit Wärmerückgewinnung

  • Regenwassernutzung für Garten und WC

Oft sind diese Ausgaben am Anfang höher, rechnen sich aber bereits mittelfristig. Wer bei der Modernisierung umsichtig vorgeht, kann die Betriebskosten oft um ein Viertel und mehr senken – und steigert zugleich den Wiederverkaufswert der Immobilie.


 
 
 

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